Arn + Partner AG Architekten ETH HTL SIA, Münchenbuchsee      

Villa Bahnhofstrasse


3053 Münchenbuchsee
Renovation Wohnhaus


Bauherrschaft 
Bruno Arn AG 
 
Projektdaten  
Fertigstellung:

2016




Konzeption


Das Haus war mit einer Fassadenberankung und den nahe am Gebäude stehenden Hochstammbäumen stark eingewachsen. Die alte Ladenwand stand von der Grenze zurückversetzt in geringem Abstand zum Gebäude. Damit fehlte der Villa auf der Westseite der notwendige Raum.
Mit der Entfernung der Fassadenberankung, dem Versetzen der Ladenwand auf die Grundstücksgrenze, dem neuen Kies- und Kopfsteinpflasterumgang und der zurückhaltenden Neubepflanzung kommt das Gebäude sowohl gartenseitig wie auch zum Bahnhofplatz hin wieder besser zur Geltung.

Die Fassaden Südwest und Nordwest wurden renoviert und mit den Lisenen, den neuen Fenstereinfassungen und der Farbgebung gestalterisch aufgewertet. Die Hauptfassaden werden durch die Lisenen gefasst und vom WC-Anbau abgesetzt.

Auf dem Dach wurden die Zierelemente wieder erstellt (Bernerhüte auf den Kaminen) oder restauriert (Wetterfahne in Zinkblech).

Die stark schadhafte Bodenkonstruktion der Veranda (Risse, Versätze) musste umfassend saniert und daher mit einem neuen Bodenbelag ausgestattet werden. Die Zementfliesen wurden speziell auf das Objekt konfiguriert und in Marokko unter fairen Bedingungen handgefertigt.
Das Plattenmuster nimmt die Motive und die Farben des bestehenden Bodenbelags auf, ist jedoch in der Tonalität dunkler, in der Gestaltung reicher und materialmässig hochwertiger. Im Muster finden sich geometrische und florale Muster wie in den Ätzungen der Glasscheiben. Das Geometrische dominiert am Boden wie im Glas. Das Grün im Plattenmuster nimmt Bezug auf die Filets und Ornamente der Wandmalereien.
Die Bordüre wird nicht mehr unmittelbar an den Wänden entlang verlegt, sondern mit einer Einfassung abgesetzt. Damit konnten Toleranzen aufgenommen und die Wirkung des Musters verbessert werden.
Die Wandoberflächen in der Veranda wurden zurückhaltend restauriert und bei schadhaften Stellen nachgezeichnet. Mit einem Firnis wurde das stark ausgekreidete Rot wieder zum Scheinen gebracht.
Die Verandafenster und -fenstertüren wurden restauriert und neu gemalt.
Die fehlenden Farb- und Dekorationsgläser wurden nachgefertigt.


Konstruktion


Fassaden Südwest und Nordwest mit komplett neuer Verschindelung in kleinformatigen Rundschindeln in Faserzement. Konstruktion hinterlüftet. 60 mm Wärmedämmung. Ecklisenen in Holz (Eiche) als Dekorationselement aufgesetzt. Die Büge wurden um die Dämmstärke nach vorne versetzt. Neue Fenster, neue Fenstergewände und neue Fensterläden (Bernerläden).

Neueindeckung des Daches in Muldenziegeln natur. Die Kaminverkleidungen wurden demontiert, die Züge wieder verputzt und neue Hüte aufgesetzt.