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Kirche Münchenbuchsee

3053 Münchenbuchsee / Sanierung und Innenrenovation

Projektdaten

Bauherrschaft:Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Münchenbuchsee-Moosseedorf
Sanierung Neugotischer Kirchturm:1992
Sanierung Dach und Fassaden von Chor und Schiff:2006
Innenrenovation und Gebäudeautomation:2018

Konzeption

Die Kirche Münchenbuchsee hat eine lange Geschichte. Die hochgotischen Chorfenster datieren aus dem 13. Jahrhundert. Das Bauwerk wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgestaltet. Die letzte grosse Veränderung erfolgte in den 1950er Jahren, als das Schiff um 2 Meter erhöht wurde (Angleichung an die Raumhöhe im Chor) und der Innenraum seine heutige Gestaltung fand.

Im Zug der Fassaden- und Dachsanierung wurden die schadhaften Ziegel durch speziell für das Objekt gefertigte ersetzt. Die neuen Ziegel wurden in den Bestand eingestreut.

Die Vogeldielen wurden entfernt und der ursprüngliche Dachrand mit neuen Aufschieblingen und einem sichtbaren Schindelunterzug über dem bestehenden Gesims restauriert.

Die Gestaltung des Innenraumes wurde durch die Renovation nicht verändert. Abgesehen von technischen Geräten wurden keine ablesbar neuen Bauelemente eingefügt.

Die Arbeiten umfassten die Totalüberholung der Orgel, die Sicherung der Kassettendecke, die Reinigung und Dokumentation der hochgotischen Fenster, neuen Malerarbeiten in Sumpfkalk auf den Wandoberflächen, die Verbesserung der Beleuchtung, der Einbau einer Projektionsinfrastruktur und Massnahmen zur Gebäudesicherheit.

Über der Orgel und im Chorbereich wurden Deckenleuchten installiert. Über der Orgel wurden diese in die Kassettendecke aus den 1950er Jahren eingebaut, im Chor jedoch darunter gependelt. Dies weil über der heute sichtbaren Decke zwei weitere, ältere bemalte Deckenkonstruktionen gefunden wurden, die beim Einbau der Leuchten zu stark beschädigt worden wären. Die Wandleuchten, die den Raum nie ausreichend zu erhellen vermochten, dienen nur noch dekorativen Zwecken. Hinter dem Chorgestühl ist eine Leinwand eingebaut, die sich bei Bedarf nach oben ausrollen lässt. Die Balustrade der Empore ist mit einem feinen, den Schwung aufnehmenden Stahlrohr auf das heute notwendige Mass erhöht.

Konstruktion

Mit der Gebäudeautomation lassen sich die Heizung, die Beleuchtung, die Tonanlage, die Projektion, die Schliessanlage und die Glocken steuern. Die im Lauf der Zeit im Kirchenraum angebrachten Aufputzinstallationen wurden weitgehend entfernt und die Leitungen durch Nebenräume, im Aussenraum unter Terrain, hinter dem Brusttäfer, in und auf den Decken sowie in neuen Gewänden um die Türen neu verlegt.